Projektbasiertes Lernen

Unser neues Programm für die Oberschule

Image: CDC

Neues Schulprogramm

Für unsere Oberschule wollen wir den gestiegenen Anforderungen der heranwachsenden Lernenden Rechnung tragen und unsere neueren Überlegungen in einem besseren Lernmodell umsetzen.

Eine passende pädagogische Fundierung ist für uns das Project-Based Learning (PBL), aus wissenschaftlichen Forschungen in den USA Ende letzten Jahrhunderts entstanden. Projektbasiertes Lernen ist ein gut abgeschlossenes, bekanntes Modell, dass sich einfach in den Alltag integrieren lässt und den Lernenden viele inhaltliche Freiheiten gibt. Die Schüler erarbeiten die Antworten auf eigene wichtige Fragestellungen in Projektform und lernen so, komplexe Gegenheiten zu erschließen und durch eigene Aktivitäten zu beeinflussen.

Projektbasiertes Lernen als Methode

„Projekte machen wir auch“, denkt man sich vielleicht in anderen Schulen bei diesem Begriff. Projektbasiertes Lernen ist jedoch ein ganz anderes Konzept als die schablonenartig hergestellten Projektaufgaben, die wir heute in vielen Schulen antreffen. Hier geht es um eine langfristige, selbstbestimmte Art von Arbeit, die es so üblicherweise im Unterricht nicht gibt.

Wir betrachten dazu in unseren gerade stattfindenden Konzept-Workshops verschiedene Aspekte

Takt

Da wir PBL als Basiskonzept einrichten wollen, brauchen wir einen Takt, der uns mit Projekten durch das Lern-Jahr bringt, das ja meistens durch die Schulferien gegliedert wird. Keine natürliche, aber eine pragmatische Grenze, die vielen Familien ihre Jahresplanung erleichert, die aber selbstverständlich kein Naturgesetz ist.

Beispielkalender für einen PBL-Takt

Wir nutzen diese Feriengrenzen meist auch als Projektgrenzen. Je nach Alter und Erfahrung der Lernenden und dem Umfang des geplanten Projekts können natürlich auch längere Projekte geplant werden. Kleinere Zeiträume können auch gelegentlich genutzt werden, um Konzeptphasen unterzubringen, in denen intensiv an Themen gearbeitet werden kann, die sich nicht gut in ein Projekt eingliedern lassen.

Projektzyklus

Ein Projekt läuft dann immer im selben Zyklus ab. Das erste Projekt ist verkürzt und hat das Ziel, zunächst die Projektmechanik einzuüben.

Grobentwurf für das erste Projekt

Wochenzyklus

Zusätzlich zur Projektarbeit soll noch weitere Zeit zur Verfügung stehen, um nötige Basiskonzepte einzuüben oder an individuellen Interessen weiter zu forschen. Der Wochenplan sieht dies entsprechend vor. Im folgenden ein erster Entwurf.

Grobentwurf für einen Wochenplan

Stakeholder

“Es braucht ein Dorf, um ein Kind zu erziehen” - dieses afrikanische Sprichwort ist wahrer denn je. Nur die Rollen und die geografische Verteilung der Dorfbewohner haben sich eventuell geändert.

Wir betrachten in unserem Projektmodell

  • Die (jungen) Lernenden selbst
  • Lehrende innerhalb der Organisation
  • Lehrende außerhalb der Organisation
  • Eltern
  • Andere Lernorganisationen
  • Die SELFSCRUM Community
  • Die Normenverantwortlichen
  • Zunächst unbeteiligte Dritte
  • Promoter und Sponsoren

Wir wissen, dass die “Lernenden” nicht die einzigen sind, die Unterstützung brauchen! Vor allem die Eltern als familiärer Ankerpunkt spielen eine Schlüsselrolle in der Gestaltung von Lernerfahrungen für junge Menschen. Wir wissen auch, dass auch vor allem heute professionell Lehrende viel Kraft, Mut und Ausdauer brauchen, die bisherigen Denkmuster zu überwinden und sich auf neue Ideen und Vorgehensweisen einzulassen.

Daher sind in unserem Lernmodell auch begleitende Schulungen, Workshops und Events für diese Gruppen vorgesehen.